Ruhrstorys HOCHTIEF

Die HOCHTIEF AG zählt zu den führenden global agierenden Bau- und Servicekonzernen. Rund 54.000 Mitarbeiter gehören zum Konzern, der weltweit Infrastrukturprojekte realisiert. Alexandros Sotirios Chirtoglou und Melina Boelmann sind zwei von ihnen. Wir haben sie für unsere Ruhrstorys interviewt.

Die Zukunft des Bauens ist digital. Das Zauberwort heißt BIM und steht für Building Information Modeling. Die Methode basiert auf der aktiven Vernetzung aller am Bau Beteiligten mithilfe eines 3-D-Computermodells, das man sich wie das Röntgenbild eines Hauses oder eines Tunnels vorstellen kann. Das Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken unter Verwendung eines digitalen Modells soll bundesweit zum Standard werden. Deshalb hat das Bundesverkehrsministerium die Methode als Standard für alle zukünftigen Infrastrukturprojekte des Bundes ab 2020 definiert.

HOCHTIEF hat das Potenzial von BIM schon sehr früh erkannt. HOCHTIEF ViCon, das BIM-Kompetenzzentrum des internationalen Baukonzerns, ist seit 2003 in über 400 Projekten weltweit im Einsatz – auch als Berater des Bundesverkehrsministeriums. ViCon steht für „Virtual Design und Construction“ und arbeitet nach dem Grundsatz „Build digitally first“. Erst digital, dann real bauen. Das verkürzt Bauzeiten, verbessert die Qualität und führt so zu geringeren Kosten.

Für jedes Bauprojekt wird ein BIM-Manager wie Alexandros Sotirios Chirtoglou benötigt. Der gebürtige Grieche hat sich nach seinem Studium der Ingenieurswissenschaften in den Niederlanden bei HOCHTIEF beworben und war schon für Projekte auf der ganzen Welt unterwegs: in Australien, Ägypten Schweden. Nun wohnt der junge Digitalexperte mit seiner Frau in Essen-Rüttenscheid und plant sein Leben für die nächsten Jahre in der Metropole Ruhr – dies aber real, nicht digital.

Auch Melina Boelmann ist für HOCHTIEF tätig. Die 28-Jährige arbeitet in der Unternehmenszentrale in Essen an einem wichtigen Zukunftsthema: Nachhaltigkeit im Einkauf und Lieferantenmanagement sind ihre Fachgebiete. Schon während des Studiums der angewandten Kognitions- und Medienwissenschaft absolvierte Melina Boelmann ein Praktikum im Unternehmen. Es folgten eine Werksstudentenstelle und nach ihrer Masterarbeit eine Festanstellung. Ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt zu übernehmen, macht ihr Spaß und findet sie sinnvoll. Damit ist sie bei HOCHTIEF nicht allein: Nachhaltigkeit ist ein strategischer Unternehmensgrundsatz und in allen Prozessen fest verankert. HOCHTIEF hat sich zum Beispiel frühzeitig für das „grüne“ Bauen engagiert und diesen Markt mitgeprägt.