Metropole Ruhr: Die Stadt der Städte

RVR startet internationale Standortmarketingkampagne

„5 Millionen Menschen, 53 Städte, 1 Metropole“ - mit einer selbstbewussten Kampagne will das Ruhrgebiet sein Image bei Investoren und Fachkräften nachhaltig verändern. Unter dem Motto „Stadt der Städte“ („City of Cities“) spricht die Metropole Ruhr Investoren, Unternehmerinnen und Unternehmer, junge Berufstätige und Studierende an. Fakten und erfolgreiche Projekte prägen die Botschaften: Größer als Berlin, Hafenhauptstadt Duisburg, Heimat starker Start-ups, der erste Radschnellweg in Deutschland.

„Als ,Stadt der Städte’ zeigen wir die Region so, wie sie ist: Ein urbaner Raum mit vielen Zentren und lebenswerten Quartieren, der Weltoffenheit und unendliche Möglichkeiten bietet – für Unternehmen ebenso wie für ihre Mitarbeiter“, sagt Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR). „In Zeiten des Fachkräftemangels müssen Unternehmen dorthin gehen, wo ihre Mitarbeiter gerne leben. Junge Menschen, die ihr Leben frei und spannend gestalten wollen, können das bei uns in der Metropole Ruhr viel besser als anderswo.“

Die erste Kampagne der Region seit der Kulturhauptstadt 2010 ist eine Initiative aus der Politik des Ruhrparlaments. Sie richtet sich vorrangig an Investoren und Unternehmen in Deutschland und den Zielländern China, USA, Niederlande, Großbritannien, Türkei und Polen. Eine Imagestudie hatte 2016 ergeben, dass die Metropole Ruhr von Führungskräften als wenig jugendlich, dynamisch und innovativ wahrgenommen wird.

„Das ist eine echte Fehleinschätzung, und hier kann eine Kampagne viel bewirken“, sagt Roland Mitschke, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im RVR: „Uns ist wichtig, dass wir uns aktiv und dauerhaft um Ansiedlungen und Investitionen in der Metropole Ruhr bemühen, ganz besonders um Mittelständler. Wir wollen uns als attraktiven Unternehmensstandort präsentieren, um neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Diese Kampagne ist kraftvoll und modern, und sie wird zum Erfolg beitragen. Andere Standorte zeigen uns, dass wir dafür einen langen Atem brauchen.“

Im Fokus der Kampagne stehen Wirtschaftsthemen. Aber: die Bedeutung bislang „weicher“ Standortfaktoren nimmt zu. Das berücksichtigt auch die Kampagne. Sie setzt dabei auf einen modernen, zeitgemäßen Kommunikationsmix aus digitalen Videos und Geschichten, Bildwelten und sozialen Medien, Printanzeigen und Events. Die Machart ist authentisch und sympathisch. Dabei werden die alten, längst gelernten Klischees bewusst außen vorgelassen – kein Kohlenstaub im Gesicht, kein Förderturm.

„Das wird wirken“, ist Rasmus C. Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, überzeugt: „Die Metropole Ruhr rückt derzeit erfolgreich in den Fokus nationaler und internationaler Investoren. Wie jede starke Region in Europa brauchen wir aber langfristig eine überregionale Standortmarketingkampagne, die die Wirtschaftsförderung in der Region effektiv unterstützt. Diese Kampagne wird ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sein.“

In Deutschland soll die Kampagne Unternehmen der Region in der Akquise von Fachkräften unterstützen. Dazu finden bereits Gespräche mit großen wie mit mittelständischen Unternehmen statt. Auch für die Kommunen im RVR gibt es vielfältige Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten. Einige Städte - wie zum Beispiel Bochum - planen bereits eigenständige Kampagnenbeiträge.

Die Standortmarketingkampagne ist zunächst für die Jahre 2017 bis 2019 angelegt. Die Verbandsversammlung des RVR hat dafür zehn Millionen Euro bewilligt. Eine 20-köpfige Fachjury hat sich Ende Januar unter mehreren hochklassigen deutschen Agenturen für die Bietergemeinschaft aus thjnk (Hamburg) und TAS Emotional Marketing (Essen) entschieden.

Die „Stadt der Städte“ ist im Internet unter der eigenen Adresse www.metropole.ruhr auf Deutsch und Englisch, ab Oktober auch in chinesischer Sprache erreichbar. Bei Facebook gibt es die eigenständige Aktions-Seite „Stadt der Städte“ unter https://www.facebook.com/stadtderstaedte/.

Pressekontakt

Regionalverband Ruhr
Pressesprecher Jens Hapke

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