Marl – der Youngster in der Stadt der Städte

Heimat von Grimme-Preis und Chemiepark

Innovativ und dynamisch: Das ist Marl. Als eine der jüngeren Städte in der Metropole Ruhr steht sie vor allem für Entwicklung und Wandel in den letzten Jahrzehnten. Erst 1936 erhielt Marl die Stadtrechte - und ist damit ein Youngster unter den Städten in der Metropole Ruhr.

Hier entstand einer der größten Chemieparks in Europa, hier wurden Konzepte wie der Grimme-Preis, die renommierteste Auszeichnung für Qualitätsfernsehen in Deutschland, entwickelt, das Skulpturenmuseum Glaskasten mit seinem Skulpturenpark etabliert und die Architektur der Ruhrmoderne umgesetzt. Zuletzt entstand der Interkommunale Industriepark Dorsten/Marl.

In den zurückliegenden Jahren hat sich die ehemalige Bergbaustadt zu einem aufstrebenden Logistikstandort entwickelt. Aktuelles Beispiel ist der geplante Industrie- und Gewerbepark gate.ruhr, mit dem die Stadt Marl und das Unternehmen Ruhrkohle Montan Immobilien international agierenden Unternehmen das Tor zum Ruhrgebiet und zu den europäischen Wirtschaftszentren öffnet. Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 sollen in den kommenden Jahren 1.000 Arbeitsplätze entstehen.
 

 

Nervenkitzel über der Stadt der Städte

Internationale Kunden setzen auf chemienahe Forschung aus Marl

„La Tortuga“ (die Schildkröte) von Wolf Vostell vor dem Theater

Nervenkitzel über der Stadt der Städte

Internationale Kunden setzen auf chemienahe Forschung aus Marl

„La Tortuga“ (die Schildkröte) von Wolf Vostell vor dem Theater

Arbeiten: Biomedizinische Dienstleistungen Made in Marl

Eine Idee voraus sind die Start-ups im Technologie- und Chemiezentrum Marl (TechnoMarl). Das Gründerzentrum bietet kreativen jungen Unternehmen aus chemienahen Bereichen optimale Bedingungen, ihre Geschäftsideen zur Produktreife zu entwickeln. Zahlreiche Start-ups haben sich in den vergangenen Jahren am Markt etabliert und gehören in ihren Bereichen zu den Marktführern.

„Das TechnoMarl gefiel uns auf Anhieb“, erinnert sich Dr. Christian Mengede, Geschäftsführer des Biotechnologieunternehmens Squarix biotechnology. „Hier haben wir optimale Voraussetzungen für unsere hochspezialisierte Arbeit."

Seit 1992 führt Dr. Mengede gemeinsam mit Dr. Karl Heinz Glüsenkamp das Unternehmen. Squarix produziert diagnostische Einzelreagenzien für die Wirkstoffforschung und bietet seinen Kunden maßgeschneiderte Dienstleistungen in der biomedizinischen Forschung und Entwicklung. „Kommt ein Pharmaunternehmen zum Beispiel bei der Entwicklung von neuartigen Antikörper-Medikamenten gegen Krebs nicht voran, kommen wir ins Spiel“, so Dr. Mengede. Die Wissenschaftler aus dem Squarix-Team erforschen und entwickeln im Kundenauftrag geeignete Diagnostika für empfindlichste Nachweisreaktionen, die wegbereitend für die weitere Produktentwicklung sind.

Der Kundenkreis ist international und reicht von den USA über Indien bis nach China. Die Kunden vertrauen auf die innovativen Ideen und die hohe Qualität der Squarix-Produkte und Dienstleistungen „Made in Marl“.

Business: Hier stimmt die Chemie

Im Chemiepark Marl, dem größten Produktionsstandort des Evonik-Konzerns, arbeiten über 10.000 Menschen aus der Metropole Ruhr, dem Münsterland und der Region Niederrhein. Rund 100 Produktionsanlagen, eine Vielzahl innovativer Produkte, weltweite Geschäftskontakte, die gute Verkehrsanbindung, die moderne Infrastruktur sowie die maßgeschneiderte Serviceangebote zeichnen den Standort aus.

Dr. Jörg Harren, Standortleiter Chemiepark Marl, ist überzeugt vom Standort Marl: „Seit fast 80 Jahren gilt der Chemiepark Marl als treibende Wirtschaftskraft und führender Arbeitgeber in der Region. Die Menschen hier sind eng mit dem Chemiepark verbunden und schreiben über viele Generationen hinweg an der Erfolgsgeschichte des Standortes mit."

Der aktive Mittelstand ergänzt das Marler Profil: Viele Unternehmen, die ursprünglich für den Bergbau in Marl tätig waren, haben ihr Know-how weiterentwickelt und zählen mit ihren Produkten zu den führenden Unternehmen in ihrem Wirtschaftssektor. Die Ansiedlung des Distributionszentrums der Bertelsmann-Tochter Arvato im Interkommunalen Industriepark Dorsten/Marl und des Logistikparks der Metro, des größten Handelslogistik-Parks in Deutschland, haben der Beschäftigung in Marl und der Region zusätzliche Impulse gegeben.

Leben: Gas geben auf der Rollbahn

Der Grimme-Preis, der jährlich im Theater Marl im Beisein der deutschen Fernsehprominenz verleihen wird, aktuelle Theater- und Musikprogramme sowie wechselnde Ausstellungen des Skulpturenmuseums Glaskasten bringen Bewegung in die Medien- und Kulturszene.

Für zusätzlichen Schwung sorgen Biker, Reiter, Nordic Walker und Wanderer. Sie finden in der Haard ungeahnte Möglichkeiten. „Start frei“ heißt es während der Sommermonate für die Inline-Skater, die auf der 800 Meter langen Start- und Landebahn des Verkehrslandeplatzes Loemühle durchstarten. Das gibt es so in der Metropole Ruhr nicht noch einmal: Wenn die Flieger still stehen, dürfen die Skater das Rollfeld freitags in den Abendstunden zur Rollbahn machen – und an einigen Tagen sogar zur Roller-Disco. Die DJK Germania Lenkerbeck lässt sich einiges einfallen, um zusätzlich für Stimmung zu sorgen.

Wer den besonderen Nervenkitzel sucht, kommt bei Fallschirmsprüngen auf seine Kosten. Adrenalin pur verspricht ein Tandemsprung mit einem speziell ausgebildeten Sprunglehrer des Vereins für Fallschirmsport Marl e.V. Mit 200 Stundenkilometern geht es der Erde entgegen, bevor sich der Fallschirm öffnet und die Fallschirmspringer im Sinkflug das lautlose Schweben genießen. Auch Anfänger sind hier in den besten Händen. Denn die Fallschirmspringer aus Marl sind über die Grenzen Deutschlands bekannt. Der Verein brachte bereits mehrere Deutsche Meister und Weltmeister hervor.
 

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