Eine bessere Zukunft für kognitiv erkrankte Menschen ist ihr Ziel

Digital Healthcare Start-up ichó peilt internationalen Markt an

Sie haben den Antrieb, sie haben das Netzwerk und sie haben das innovative Produkt für das Gesundheitswesen, um das Leben von kognitiv erkrankten Menschen und ihren Angehörigen zu verbessern. Das Startup ichó will von der Metropole Ruhr aus zur Innovation des Pflegesystems beitragen – weltweit. Gerade bei Demenz kann ihre interaktive, mit umfangreicher Software ausgestattete Therapiekugel ichó wieder eine neue Form der Kommunikation, der Annäherung und Erinnerung bedeuten.

Dass die aus persönlicher Betroffenheit gestaltete Idee tatsächlich internationales Potential hat, haben die drei jungen Masterabsolventen Steffen Preuß, Mario Kascholke und Leftheri Efthimiadis gerade erfahren: Als einziges deutsches Start-up waren sie vom Institute for Human Centered Design eingeladen, sich in Washington zu präsentieren. Dort stellten sie ihre handballgroße Kugel neben einem 15 Mio. Euro teuren Pflegeroboter aus Japan aus. Eine Erfahrung, die sie in größeren Dimensionen denken lässt. Und es geht weiter: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat das interdisziplinäre Team bereits nominiert, Deutschland in Tallinn beim EU-Wettbewerb „Ideas from Europe“ zu vertreten.

Die drei Erfinder von ichó kommen aus dem Ruhrgebiet und planen, ihr Unternehmen auch hier zu gründen: Sie sind fest verwurzelt mit der Region und spüren einen frischen Wind in der Szene, die ihnen schon viele Vorteile auf ihrem Weg geboten hat. Als Stipendiaten im Social Impact in Duisburg wurden sie professionalisiert, knüpften Kontakte und erweiterten ihr Netzwerk. Durch den Innovation Day der Business Metropole Ruhr sind sie an ihren Entwickler für eine neue Außenhülle gekommen. Und gerade pitchte ichó auf internationaler Bühne im Dortmunder U beim RuhrSummit 2017, der größten Start-up-Konferenz der Region. Auch ein Matchmaking mit möglichen Investoren stand dabei auf dem Programm.

„Natürlich gibt es Hindernisse: Finanzen, Zeit, Ungewissheit… Aber wir sind guter Dinge“, sagt Steffen Preuß, „denn wir wissen aus persönlicher Betroffenheit, wofür wir es tun und dass es funktioniert. Und das gibt Kraft. Unsere Vision ist es, ichó weltweit einzusetzen, damit Angehörige und Erkrankte über neue Wege der Kommunikation wieder zueinander finden, statt sich voneinander zu entfernen.“