HAGEN – ZWISCHEN METROPOLENFLAIR UND SAUERLANDIDYLLE

Von der „Stahlstadt“ zum Wissensstandort mitten im Grünen

Urban und grün – zwei Gegensätze, die Hagen als moderne Metropole mit exponierter Lage in einem Lebensgefühl vereint. Die 195.000 Einwohner starke „Stadt der FernUniversität“ lockt mit Metropolenflair und Sauerlandidylle. Angeschlossen an die drei Autobahnen A 1, A 45 und A 46 sowie als Knotenpunkt des deutschen Bahnnetzes bietet Hagen im Südosten der Stadt der Städte eine hervorragende Verkehrsanbindung. Die Stadt liefert allerdings auch zahlreiche Anlässe, daheim zu bleiben: Kunst unterschiedlichster Epochen im Hagener Kunstquartier erleben, dem renommierten Vier-Sparten-Theater einen Besuch abstatten, ausgehen im historischen Industrieambiente der Elbershallen, Hagens 67 Quadratkilometer Wald durchwandern, einen der vier Flüssen oder zwei Seen erkunden – Hagen lässt sich auf zahlreiche Arten entdecken.

Arbeiten: Stadt der Aus- und Weiterbildung

„Zum 1. Dezember 1974 wird eine Fernuniversität als Gesamthochschule mit dem Sitz in Hagen gegründet.“ Dieser schnörkellose erste Satz aus dem Gesetz über die Errichtung einer Fernuni in Nordrhein-Westfalen sollte nicht nur Hagens Image maßgeblich prägen – die FernUniversität Hagen reformierte in den 1970er Jahren die gesamte deutsche Bildungslandschaft.

Rund 40 Jahre später hat sich Hagen als Stadt der Aus- und Weiterbildung etabliert. Die Fachhochschule Südwestfalen mit ingenieurswissenschaftlichen Schwerpunkten, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, die Wirtschaftsakademie Hagen, das Berufsfortbildungswerk des DGB, fünf Berufskollegs, ein Abendgymnasium, das Arcadeon als „Haus für Wissenschaft und Weiterbildung“ – unter zahlreichen Dächern in Hagen lernen, studieren und arbeiten hochqualifizierte Menschen aller Altersklassen gemeinsam. Die von der ehemaligen NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als „ein Juwel des deutschen Bildungssystems“ betitelte FernUni ist inzwischen mit ihren 73.600 Studierenden nicht nur eine der größten Hochschulen Deutschlands, sondern katapultierte Hagen mit dem Namenszusatz „Stadt der FernUniversität“ auch in eine Liga mit international bekannten Hochschulstädten.

Business: Auf in die digitale Zukunft

„Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ – Stichworte, bei denen die Global Player der Wirtschaft schon seit Jahren an optimierte Geschäftsprozesse und höhere Effizienz denken. „Doch kleinen und mittelständischen Unternehmen in unserer Region fehlt dieses Know-how häufig noch“, sagt Michael Ellinghaus, Geschäftsführer der Hagener Wirtschaftsförderung, die Partner im neuen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards ist. „Im Rahmen der Förderinitiative ‚Mittelstand Digital‘ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützen wir diese Unternehmen bei der Umsetzung von Standards in Digitalisierungs- und Vernetzungsprozessen.“

Hagen ist einer von mehreren Standorten des bundesweit tätigen Kompetenzzentrums, an denen eine „Offene Werkstatt“ eingerichtet wird. Hier erproben Unternehmen, Wissenschaftler und Fachexperten gemeinsam eStandards für die Praxis. Betreiber ist das Hagener Projektbüro Kompetenzzentrum eStandards in Kooperation mit dem Innovationsnetzwerk wisnet und der FernUniversität, auf deren Gelände die Werkstatt entsteht. „Ab dem Frühjahr 2018 laden wir mittelständische Unternehmen zu kostenfreien Workshop-, Demonstrations- und Vernetzungsangeboten ein, um sie auf ihrem Weg in eine digitale Zukunft zu unterstützen“, so Ellinghaus.

Leben: Urban und mitten im Grünen

42 Prozent satte Grünflächen, vier Flüsse, zwei Seen und eine Talsperre: Hagen ist eine der grünsten Großstädte in der Metropole Ruhr. „Mein persönlicher Ausflugstipp in Hagen? Der Drei-Türme-Weg“, sagt Kirsten Fischer vom Stadt- und Tourismusmarketing der HAGENagentur. „In Hagen gibt es den ersten und bisher einzigen Premiumwanderweg im ganzen Ruhrgebiet.“ Der vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnete Drei-Türme-Weg bietet auf rund zwölf Kilometern nicht nur einen ausgedehnten Spaziergang, sondern macht gleichzeitig Hagens Aushängeschilder erlebbar: Natur, Kultur und Industrie.

Nur knapp zehn Gehminuten vom Hagener Zentrum entfernt und in direkter Nachbarschaft zu Hagens Kreativquartier, bietet der Rundweg seinen Besuchern neben echten Naturerlebnissen auch kulinarische Zwischenstopps und Einblicke in Hagens Vergangenheit als Industriestadt. An jedem der drei Türme belohnt ein atemberaubender Blick über das Stadtgebiet. „Urban und grün – eine Kombination, die Hagen für mich zu einem ganz besonderen Ort in der Metropole Ruhr macht“, so Kirsten Fischer.

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