EXPO REAL 2018

Aus Industriebrache wird Wohlfühlstadt

Die Immobilienwirtschaft schafft in der Metropolregion Ruhr Spielwiesen für Neuansiedlung, Gewerbe-Expansion und Privatinvestoren. 

Die Metropole Ruhr ist Deutschlands größter Ballungsraum. Über fünf Millionen Einwohner leben in dieser Region. Etwa 40 Prozent der EU-Bevölkerung erreichen Sie im Umkreis von 500 Kilometern. Erstklassige Wohnlagen, beliebte Freizeit- und Naherholungsangebote sowie moderne Büro- und Gewerbeareale sind durch vielfältige Verkehrswege und die zentrale Lage bestens in Europa vernetzt. Damit ist der Immobilienmarkt Ruhr attraktiv für Investoren und Projektentwickler. Der Standort bietet Top-Bedingungen für innovative Wohnkonzepte, den wachsenden Büro und Logistikmarkt sowie für Unternehmensimmobilien. Ehemalige Industrieflächen bieten enorme Möglichkeiten für das Redevelopment von Flächen und Bestandsgebäuden, die zielgerichtet einer Neunutzung zugeführt werden können. Dazu kommt: eine geringe Volatilität und stabile Renditen steigern die Attraktivität des Marktes.

Neues Leben auf alten Flächen

Dank des vergleichsweise guten Flächenangebots und der niedrigen Zinsen hat sich der Leitmarkt Bauen und Wohnen in der Metropolregion zu einem stabilen Pfeiler der Wirtschaft entwickelt. Mehr als 191.000 Beschäftigte arbeiteten hier 2017 in der Bau-, Einrichtungs- und Immobilienbranche – ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind damit mehr als elf Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Metropole Ruhr in dieser Branche tätig.

Generell ist die Immobilienwirtschaft ein wichtiger Stimmungsmesser für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. Denn in langfristige Bau- und Wohnprojekte investieren nur Geschäftsleute, die für die nächsten Jahre mit einem günstigen Umfeld rechnen. „Besonders bei Wohn- und Gewerbeflächen ist die Gesamt­nachfrage gut“, bestätigt Stephan Conrad von der RAG Montan Immobilien GmbH. Die Tochter des ehemaligen Kohlekonzerns entwickelt Flächen im gesamten Ruhr­gebiet. Und die Liste ihrer geplanten Projekte ist lang: Technologieparks gehören ebenso dazu wie Wohnquartiere und Logistikzentren.

In Ballungsräumen wie München oder Stuttgart gibt es in den Stadtzentren kaum noch verfügbare Flächen. Das ist in der Metropole Ruhr anders. Denn durch die vielfältige und dezentrale Struktur haben Bewohner und Investoren die Wahl. „Wer am gewünschten Ort die gesuchte Immobilie nicht mehr findet, kann in eine benachbarte Stadt ausweichen, ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen“, sagt Torsten Bölting, Geschäftsführer des Bochumer Immobilienberatungsinstituts InWis.

In den meisten Fällen kombinieren Entwickler Flächen zum Wohnen und Arbeiten. Das entspricht zum einen dem Zeitgeist, zum anderen ist der Markt für Büro­immobilien besonders interessant. Mit einem Bestand von 16,8 Millionen Quadrat­metern Fläche war die Metropole Ruhr Ende 2017 nach Berlin der zweitgrößte Markt für Büroflächen in Deutschland. Im selben Jahr wurden 470.000 Quadratmeter Fläche verkauft oder vermietet – mehr als in Stuttgart, Köln oder Düsseldorf. Zwar sind die Büromieten nicht so hoch wie in München oder Hamburg. In den Spitzen­lagen von Essen, Dortmund und Duisburg liegen sie dennoch bereits bei 13,70 Euro pro Quadratmeter, was gesunde Renditen verspricht.

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  • 16,8 Mio.
    Quadratmeter Flächenbestand 2017
  • 470.000
    Quadratmeter verkaufte Fläche 2017

In der Metropole Ruhr haben sich vitale Kerne als besondere Wachstumsmotoren etabliert. Ihr Kennzeichen: Neubau und/oder Umwandlung gehen mit einer signifikanten Produktion von Neubauflächen einher, die den lokalen Bestand an Gewerbeflächen erhöhen, verjüngen und dadurch den Impuls für weitere Ansiedlungen geben. Beispiele sind z. B. Projekte der Stadt Essen, Gelsenkirchen und Unna. Eine komprimierte Faktensammlung für flächensuchende, expandierende Unternehmen und Investoren bietet die Plattform invest.ruhr.

Wissensstandort MARK 51°7 in Bochum: Hier entstehen knapp 70 Hektar Industrie- und Gewerbeflächen. Bereits heute sind 40 Prozent der verfügbaren Flächen vermarktet und bieten künftig über 2.500 neue Arbeitsplätze. Enno Fuchs, Geschäftsführer der Bochum Perspektive 2022 GmbH im Interview zur Entwicklung des Standortes:

Eindrücke vom Stand der Metropole Ruhr: