Das höchste und coolste Picknick weit und breit

„Unter freiem Himmel“ startete auf der Halde Hoheward

529 Stufen – das ist schon eine Ansage. Wer die Halde Hoheward auf der Stadtgrenze von Herten und Recklinghausen nicht per Treppe erklimmen will, nimmt lieber gleich die Serpentinenwege. Aber egal wie man hochgekommen ist, auf dem Plateau gibt’s gleich die Belohnung: Bis zu 50 km weit geht der Blick von hier aus über die Metropole Ruhr: von Essen, Gelsenkirchen und Bochum bis Dortmund und Marl. Die Halde, die zum Emscher-Landschaftspark gehört, ist einmal aus dem Schutt der Zeche Ewald entstanden – das muss dazugesagt werden, sonst glaubt es niemand, so grün ist es hier.

Und manchmal ist hier auch ganz schön was los. Zum Auftakt der Erlebnis-Reihe „Unter freiem Himmel“ des RVR fanden jetzt mehrere tausend Besucher den Weg auf die Halde. Das „Sunset-Picknick“, zu dem es übrigens auch den spektakulären Sonnenuntergang und später ein Meer aus unzähligen Stadt-Lichtern gratis gab, verwandelte das Areal in ein großes Festival. Picknickkörbe wurden ausgepackt, Decken ausgebreitet. Wer gerade nicht darauf Platz nahm, tanzte zu den Klängen elektronischer Musik, aufgelegt von Phil Fuldner. Der DJ und Musiker, meistens in Clubs weltweit unterwegs, kommt selbst aus Marl und genoss sichtlich sein Heimspiel.

„Das heute ist etwas ganz Besonderes“, sagte auch Nina begeistert. Die 26-jährige Gelsenkirchenerin hatte gleich vier Freundinnen im Schlepptau. Lange überreden musste sie allerdings keine von ihnen. „In München oder Berlin kann man bestimmt nicht auf einer Halde Party machen.“