Die Stadt der Städteauf der IFAT 2018

Die Metropole Ruhr versetzt Berge - bei Bedarf auf der ganzen Welt

56 Greentech-Unternehmen werben auf der IFAT um Kunden

100.000 Beschäftigte arbeiten in der Umweltwirtschaft, der Gesamtumsatz beträgt 26 Milliarden Euro im Jahr: Die Metropole Ruhr ist das Schwergewicht der deutschen Umweltwirtschaft. Vom 14. bis 18. Mai präsentieren sich 56 Unternehmen aus der „Stadt der Städte“ auf der Weltleitmesse für Umwelttechnik, der IFAT in München. Zum Vergleich: Aus Berlin haben sich nur 23 Aussteller angemeldet.

Dass die Metropole Ruhr so stark in der Umwelttechnologie ist, liegt ganz wesentlich an der Historie der Region zwischen Emscher und Ruhr. Traditionell mussten schon vor 100 Jahren effiziente und nachhaltige Lösungen gefunden werden. So wurden z.B. industrielle Abwässer abgeleitet, um die Hygiene zu wahren und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Das Kalkül war ganz pragmatisch: Man brauchte sie schließlich noch, die Arbeiter in den Fabriken und unter Tage.

So ist die Metropole Ruhr heute Vorbild für viele andere Länder: Das Know-how der ansässigen Unternehmen ist gefragt, spätestens seitdem Emissionen strengen Grenzwerten unterliegen. Sehr oft handelt es sich um ‚Hidden Champions’. Ganz dem Charakter der Menschen in der Region entsprechend, hängen sie es nicht an die große Glocke, dass sie auf ihrem Gebiet globale Marktführer sind.

  • 100000
    Beschäftigte
  • 26Mrd. €
    Umsatz pro Jahr
  • 60%
    Grünfläche

In Fachkreisen allerdings ist die Expertise der Region bekannt. Die Greentech-Experten der Emschergenossenschaft zum Beispiel sind im In- und Ausland mehr als gefragt, wenn es um Wasserwirtschaft und die Beratung von Pumpwerk- und Kläranlagentechnik, Renaturierung, Hochwassermanagement und Ökologie geht, was sich in zahlreichen Delegationsbesuchen aus der ganzen Welt in die Metropole Ruhr widerspiegelt. Die Renaturierung der Emscher ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. Seit 1992 baut die Emschergenossenschaft insgesamt 400 Kilometer unterirdische Abwasserkanäle, die den Fluss und seine Nebenläufe vom Abwasser befreien. Der Abwasserkanal der Emscher wird von Dortmund-Deusen bis zur Emschermündung in den Rhein bei Dinslaken reichen und eine Länge von 51 Kilometern in bis zu 40 Metern Tiefe haben. Es gilt mit seinen drei Pumpwerken als modernstes Abwassersystem der Welt.

Im Interview: Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft über das modernste Abwassersystem der Welt in der Metropole Ruhr.

Wichtige Unterstützung erfahren Unternehmen aus der Umweltwirtschaft durch das Netzwerk Greentech.Ruhr. Der Zusammenschluss aus innovativen Unternehmen, Forschungs- und Bildungszentren sowie diversen öffentlichen Einrichtungen der Umweltwirtschaft in der Metropole Ruhr ist eine Plattform für Kooperationen. Sie sammelt Know-how zu umweltfreundlicher Energie, nachhaltiger Mobilität, Rohstoff- und Materialeffizienz, Entsorgungsmanagement und Umweltsanierung sowie nachhaltiger Wasserwirtschaft und Energieeffizienz. Ziel von Greentech.Ruhr ist die Vernetzung sowie die Vermarktung der beteiligten Unternehmen.

Besuchen Sie vom 14. bis 18. Mai 2018 auf der IFAT – Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München das Netzwerk Greentech.Ruhr in Halle B4 am Stand 401.

  • Innovatives Essener Unternehmen

    Bewusst hat sich Geschäftsführer Dr. Julian Bosch bei der Gründung von Intrapore im Jahr 2015 für die Metropole Ruhr entschieden. „Es gibt ein dichtes Netz aus Firmen, die sich wie wir mit Umwelttechnologien beschäftigen. Mit einigen haben wir zusammengearbeitet, mit anderen das Know-how geteilt“, so der Geowissenschaftler.

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  • Grüne Spitzenforschung in der Stadt der Städte

    Dr. Christina Marx ist Projektleiterin von SolarBioproducts Ruhr im Innovations- und Gründungszentrum Herne. Sie erforscht mit einem deutsch-chinesischen Greentech-Team die Erzeugung von erneuerbarer und umweltfreundlicher Energie - mit Algen.

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  • Emscher-Umbau: Größtes Infrastrukturprojekt Europas

    Die Emscher war einst bekannt als schmutzigster Fluss Deutschlands. Bis 2020 soll sie abwasserfrei sein. Dazu wird das modernste Abwassersystem der Welt in der Metropole Ruhr errichtet. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, berichtet.

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  • „Manchmal fühle ich mich hier wie im Silicon Valley“

    Rund 100.000 Beschäftigte arbeiten in der Metropole Ruhr in der Umweltwirtschaft und generieren einen Jahresumsatz von 26 Mrd. Euro. Einer von ihnen ist Jan Schriewer. Er leitet das erste grüne Systemhaus.

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