ESSEN – IMMER IN BEWEGUNG UND VOLLER ENERGIE

Vom Damenstift zum Standort für Wirtschaft und Wissenschaft

Als Berlin noch Sumpfland war, war Essen schon längst gegründet – die Stadt stand schon immer für Bewegung. Alles begann im 9. Jahrhundert mit einem Damenstift. Die Äbtissinnen leiteten fast 1.000 Jahre lang die Geschicke der Stadt. Großen Wandel brachte der Bergbau: Zechentürme bestimmten fortan das Stadtbild, heute prägen die Zentralen vieler bedeutender Konzerne die Skyline. Die hohen Gebäude sind ein Symbol für die an der Ruhr vorhandene Wirtschaftskraft. Besonders in den Bereichen Energie, Umwelt und Gesundheit arbeiten die Essener Unternehmen und Institutionen schon heute an den Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Nachhaltigkeit wird dabei groß geschrieben in der Stadt, die als grünste Großstadt Nordrhein-Westfalens gilt – und den EU-Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ trägt.

Carolin Schulz arbeitet als Executive Support am Ausbau erneuerbaren Energien

Der Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein wurde als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet

Dr. Alexander Probst ist Spitzenforscher an der Universität Duisburg-Essen

Carolin Schulz arbeitet als Executive Support am Ausbau erneuerbaren Energien

Der Industriekomplex Zeche und Kokerei Zollverein wurde als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet

Dr. Alexander Probst ist Spitzenforscher an der Universität Duisburg-Essen

Arbeiten: Spitzenforschung in mehreren hundert Metern Tiefe

Dr. Alexander Probst ist als Spitzenforscher immer in Bewegung. Der Biologe hat zuletzt in Berkeley an der University of California gearbeitet, einer der renommiertesten Hochschulen der Welt. Während dieser Zeit entschied er sich für einen Wechsel an die Universität Duisburg-Essen. In Essen hat Probst jetzt eine Professur für „Aquatische Mikrobielle Ökologie“. Sein Schwerpunkt liegt auf biologischem Recycling in mehreren Hundert Metern unter der Erdoberfläche. Ideale Voraussetzungen dafür gibt es im Zentrum für Wasser- und Umweltforschung und am Biofilm Centre der Universität Duisburg-Essen: „Ein anderes Forschungsinstitut kam für mich gar nicht infrage“, sagt Dr. Alexander Probst.

Ob zum Studium oder wegen des Jobs – junge Leute zieht es nach Essen. An den Hochschulen studieren mehr als 30.000 Menschen. In keiner anderen Stadt der Region gibt es mehr Arbeitsplätze. Außerdem ist Essen ein Knotenpunkt der Digitalisierung. Hier nutzen die Unternehmen, darunter internationale Konzerne, die Chancen der Zukunftstechnologien. Hier kommen Start-ups und Unternehmen zusammen, gemeinsam entwickeln sie innovative Projekte, etwa in Zentren wie dem ruhr:HUB und dem Camp.Essen. Und genau hier finden digitale Nomaden, die eigentlich von überall aus arbeiten können, ihre Heimat.

Business: Von Essen aus die Welt verbessern

Die rund 12.750 kleinen und mittelständischen Unternehmen in Essen sind immer in Bewegung. Viele von ihnen sind Marktführer: manche in Europa, andere weltweit. Unterwegs sind sie in unzähligen Branchen. Essener Firmen bauen Miniaturpumpen für High-End-Anwendungen im Weltall und auf den Weltmeeren. Sie stellen biologisch abbaubare Industrieklebstoffe her, erarbeiten ganzheitliche IT-Lösungskonzepte, brauen eines der beliebtesten Biere der Republik – und sie sind ausgezeichnete Arbeitgeber.

Der Wirtschaftsstandort Essen ist Heimat für viele der umsatzstärksten deutschen Unternehmen, darunter drei DAX- und vier MDAX-Konzerne. Auch eines der führenden deutschen Energieunternehmen, die innogy SE mit weltweit mehr als 40.000 Mitarbeitern, hat seinen Hauptsitz in Essen. Hier arbeitet auch die FOM-Absolventin Carolin Schulz als Executive Support am weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Essenerin sagt, sie schätze an ihrem Job die „Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit“. Schließlich könne sie mit ihrer Arbeit dazu beitragen, die Energiewende zu stemmen – und so „die Welt ein kleines Stückchen besser machen“.

Leben: Das Welterbe Zollverein

Auf Zollverein ist immer Bewegung. Im Winter sausen die Menschen mit Schlittschuhen über die Eisbahn, in den Sommermonaten sehen sie Filme im Open-Air-Kino oder tauchen ab im Werksschwimmbad. Die ehemalige Zeche und Kokerei im Norden der Stadt steht wie kein anderes Wahrzeichen für den Wandel, den Essen erfahren hat. Nicht ohne Grund hat die UNESCO Zollverein mit dem Welterbe-Titel geadelt – und das geschah schon lange bevor Essen zur „Kulturhauptstadt Europas 2010“ wurde.

Essen ist mit einer Einwohnerzahl von rund 590.000 Menschen eine der größten Städte Deutschlands. Besonders beeindruckend ist ihre beachtliche Lebensqualität. Neben vorzüglichen Einkaufsmöglichkeiten gibt es unvergleichliche Freizeitangebote. Im Norden der Stadt lässt sich beobachten, wie die einst weltgrößte Steinkohlenzeche zum kulturellen Herzen des Ruhrgebiets wird. Zollverein zieht jährlich 1,5 Millionen Gäste aus aller Welt an. Das Gelände ist Heimat für Tagungen und Kongresse, die Studierenden der Folkwang Universität zeigen, dass Kunst und Kreativität längst Koks und Kohle abgelöst haben. Gründerinnen und Gründer haben auf dem Areal eine Heimat gefunden, die RAG ist hier wieder zuhause, Gastronomie lockt Feinschmecker, ein neues Hotel ist in Planung... Zollverein ist ein Zukunftsort, immer im Wandel, voller Energie – wie die ganze Stadt!

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