Die Industrie der Zukunft ist sozial vernetzt

Jana Jost entwickelt am Fraunhofer-Institut ein revolutionäres, interaktives und autonomes Transportfahrzeug für die Industrie 4.0

Die Arbeitswelt der Zukunft ist die Social Networked Industry. Intelligente Geräte wie Datenbrillen oder Tablets ermöglichen es den Beschäftigten zunehmend, mit intelligenten und vernetzten Maschinen zu interagieren. So entstehen in der modernen Arbeitswelt soziale Netzwerke, die Mensch und Technik in neuartiger Weise zu einem Team verbinden – auch in der Metropole Ruhr.

Für dieses spannende Industriefeld erfand Jana Jost am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) gemeinsam mit zwei Kollegen einen ergonomischen, mobilen, interaktiven Ladungsträger für die Intralogistik, kurz genannt: Emili. Die autonom fahrende Transportkiste ermöglicht eine intuitive Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Über Gesten lässt sie sich steuern, heranwinken oder fortschicken. Das funktioniert mit Wearables, kleinen tragbaren Computer-Systemen, etwa in Form eines intelligenten Armbands. Alternativ lässt sich Emili auch über Smartphone, Tablet oder Smart Glasses ansteuern. Durch einen Gesichtsausdruck in ihrem Display teilt sie dem Menschen mit, ob sie beschäftigt ist oder ob etwas nicht stimmt und sie Unterstützung benötigt. Gerade die Industrie 4.0 fragt solche natürlichen Interaktionsmöglichkeiten nach, da technische Systeme immer komplexer werden, aber trotzdem leicht zu bedienen bleiben sollen.

Die junge Wissenschaftlerin Jana Jost steht für die neue Forschergeneration am Fraunhofer-Institut in Dortmund. Es fördert nicht nur Frauen in der Wissenschaft, sondern bietet auch Start-up-Optionen für innovative Ideen bis zur Ausgründung an. In der Entwicklung von fahrerlosen Transportfahrzeugen und Robotern für die Kommissionierung oder Montage ist das Fraunhofer-Institut als weltweit größtes Logistikzentrum mit jahrzehntelanger Erfahrung führend.